Zuschüsse für Solarenergie NRW

Zuschüsse für Solarenergie NRW

Ob sich wohl in NRW eine Photovoltaik-Anlage auszahlt? Die Antwort lautete, ja. Dafür braucht es keine spanischen Sonnentage. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie hat die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in Deutschland gemessen. Sie wird mit 850 kWh/m2 im Norden und immerhin 1.750 kWh/m2 im Süden angegeben. Das bedeutet, dass pro Jahr so viel Energie aus der Sonne gewonnen werden könnte, wie im Vergleich aus 100 Litern Heizöl.

Förderung von Solaranlagen auf NRWs Mietshäusern

In NRW wird das jetzt noch leichter. Dort wird ein neues Förderprogramm eingeführt, das Solaranlagen auf Mietshäusern unterstützt. Pro Projekt sind bis zu 30.000 Euro Förderung möglich. Das gilt für alle Anlagen, von denen die Mieter des Hauses direkt selbst profitieren. So muss jede Kilowattstunde an sie 1,5 Cent günstiger verkauft werden, als Strom vom örtlichen Anbieter kostet. Dieser Grundpreis liegt im Schnitt in Nordrhein-Westfalen bei 24 bis 28 Cent. Vier Menschen können mit ihrer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach jährlich bis zu 60 Euro Stromkosten sparen. Würden sich alle Mietshäuser an dem Projekt beteiligen würden, käme in NRW so viel Energie zusammen, wie drei Kraftwerke annähernd produzieren. Praktisch ist das allerdings noch nicht möglich, da die Technologie nicht so weit fortgeschritten ist. Sie entwickelt sich zurzeit jedoch schnell weiter. Wie eine Solaranlage funktioniert und viele weitere wissenswerte Fakten, steht auf der Homepage der Verbraucherzentrale.

Solarenergie NRW: Wann lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage?

Ob sich eine Solaranlage wirklich auszahlt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Den Anschaffungs- und Instandhaltungskosten der Anlage
  • Der Höhe der Förderung (wie viel Eigenanteil produziert die Anlage zum Beispiel?)
  • Der Art der Finanzierung (zum Beispiel eben genanntes Förderprogramm, oder ein Kredit)
  • Dem Wirkungsgrad der Photovoltaik-Anlage (basierend auf Neigung, Sonneneinstrahlung etc.)

Mit einer entsprechenden Förderung, die die Anschaffung der Anlage finanzierbar macht, lohnt es sich in jedem Einzelfall, die individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung durchzuführen.

Eine Investition in erneuerbare Energie zahlt sich dank Förderprogramm meist aus.
Eine Investition in erneuerbare Energie zahlt sich dank Förderprogramm meist aus.

Wohin mit dem überflüssigen Strom?

Sogenannte Batteriespeicher fangen den zu viel produzierten Strom auf und speichern ihn für Nächte oder weniger sonnige Tage. Zusätzlich zum Förderprogramm für die Photovoltaik-Anlagen fördert NRW ebenso die Anschaffung eines Speichers. 50% der Kosten oder maximal 75.000 Euro werden übernommen. Wie Stromspeicher gefördert werden und wie viele es davon gibt, steht bei uns im Blog.

Seit Beginn des Jahres 2017 gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein auf zwei Jahre ausgelegtes Programm, das ähnliche Ziele verfolgt. Wer eine Solaranlage mit bis zu 30 Kilowattpeak (kWp) besitzt, für den ist das Förderprogramm interessant. Finanziert werden einzelne Komponenten der Anlage sowie Installationskosten für eine Nachrüstung. Es geht nicht ausschließlich um Batteriespeicher. Ebenso Energiemanagementsysteme, die beispielsweise die Einspeisung ins Netz überwachen, sind zuschussfähig. Insbesondere für Privatpersonen lohnt sich ein Blick in die Förderdatenbank der KfW, hier finden sich zahlreiche Programme zum Thema erneuerbare Energien.

Solarenergie wird stärker gefördert

Um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben, werden Investitionen in Solarenergie unterstützt. Für Privatpersonen und für Unternehmen sollen sich die Investitionen in eine Anlage zukünftig besser rechnen. Unter den aktuellen Förderbedingungen lohnt es sich, im Einzelfall mit spitzem Bleistift nachzurechnen. 

 

Bilder:

Bild 1: pixabay.com © hbruellmann (CC0 Public Domain)
Bild 2: pixabay.com © hpgruesen  (CC0 Public Domain)

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