Eine Hand hält Erde in der eine Pflanze wächst.
Kleines Gründungspflänzchen auf Wachstumskurs

Die Gründung: Spannende Zeiten

Ist die Planungsphase abgeschlossen, geht es an die Gründung – so zumindest steht es im Lehrbuch. Doch die Praxis sieht etwas anders aus. Planung und Gründung laufen oft parallel. Und wenn wir ehrlich sind, gibt es viele Gründungen, die ohne große Vorplanung einfach aus dem Bauch heraus starten. Eine sorgfältige Planung ist zwar einerseits eine gute Vorbereitung und sollte nicht vernachlässigt werden. Doch zu viel Planung und Theorie hält dich davon ab, ganz praktisch aktiv zu werden.

Ämter und Behörden – viele Dinge laufen nicht planmäßig

Finanzamt, Stadtverwaltung, Gemeinde, IHK und Handwerkskammer: Die Liste der Ämter und Behörden, die dir in der Gründungsphase und darüber hinaus immer wieder begegnen, ist lang. Wenn du dich selbständig machst, nimmst du am allgemeinen Wirtschaftsgeschehen teil. Und das wird in Deutschland reglementiert, manifestiert und dokumentiert. Dich erwarten eine Menge Pflichten.

Wenn du ein Gewerbe anmeldest, dann musst du zum Gewerbeamt. Dieses befindet sich entweder in der Stadtverwaltung oder bei der örtlichen Gemeinde. Ist ein Gewerbe angemeldet, dann wird eine Kette von Folgeaktivitäten angestoßen und du steckst mittendrin im „Behördendschungel Deutschland“. Das Gewerbeamt informiert nämlich unter anderem das Finanzamt und die zuständige IHK oder HWK über deine Gewerbeanmeldung. Die Institute werden dich anschreiben und dich um bestimmte Informationen und Anmeldungen bitten. Auch Freiberufler ohne Gewerbeschein müssen bestimmte Pflichten erfüllen und ihre Tätigkeit beim Finanzamt anmelden.

Die Gründungsphase und der Marathon quer durch die Behörden deiner Stadt sind nicht kostenlos. Sie kosten Zeit und natürlich Geld. Die Gewerbeanmeldung kostet eine Gebühr, die Kammer fordert ihren Beitrag und das Finanzamt wird dich ebenfalls früher oder später zur Kasse bitten. Du kannst damit rechnen, dass dir schon bald einige Rechnungen ins Haus flattern, die du bezahlen musst.

Alles Wesentliche, was es zu den Anmeldungen bei den Ämtern und Behörden zu wissen gibt und welche Kosten dich erwarten, kannst du im Blog nachlesen.

Geldscheine
Ganz ohne Geld klappt eine Gründung nur selten. Ein paar Euros sind nötig.

Die Finanzierung deiner Selbständigkeit

Sich selbstständig zu machen, kostet entweder Geld oder Zeit oder beides. Ganz ohne Investitionen geht es nicht, doch du kannst viel Geld sparen, wenn du von Anfang an den Schwerpunkt auf Effizienz und Effektivität legst.

So mancher Gründer versucht sich praktisch „reich zu sparen“, doch diese Rechnung geht meistens nicht auf. Hast du schon mal etwas von Bootstrapping gehört? Wer sich darin übt, der versucht auf ganz schmalem Fuß zu leben, zu arbeiten und die Existenz aufzubauen. Jedermanns Sache ist das nicht.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten an das nötige Kapital zu kommen. In Abhängigkeit vom geplanten Vorhaben und von deinem konkreten Finanzbedarf eignen sich einzelne Instrumente oder eine Kombination mehrerer Finanzierungsinstrumente für dich.

Du kannst dir Geld von Freunden und Verwandten leihen, du kannst deine eigenen Ersparnisse anzapfen oder einen Mikrokredit aufnehmen. Auch das Thema Crowdfunding werden wir beleuchten. Ein klassischer Kredit bei der Bank oder ein Förderkredit sind ebenfalls Alternativen, um ein Business zu starten. Vielleicht hast du Kontakte zu einem möglichen Investor oder planst einen Messeauftritt, um frisches Geld für deine Geschäftsidee einzusammeln? Es gibt eine Fülle verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten, die dir offenstehen.

Zuschüsse und Fördermittel

„Zuschuss“ – das klingt zunächst einmal verlockend, insbesondere dann, wenn der Begriff nicht rückzahlbar daran gekoppelt ist. Der Haken an Zuschüssen ist, dass Sie nicht ohne Grund und meistens nicht ohne Zweckbindung ausgezahlt werden. Die Zuschussträger prüfen dein Vorhaben auf Herz und Nieren und beteiligen sich in der Regel nur dann, wenn sie davon überzeugt sind, dass dein Projekt Aussicht auf Erfolg hast. Das gilt für Zuschüsse zu Lohnkosten genauso, wie für Beratungszuschüsse und Investitions- oder Forschungszuschüsse. Ein Zuschuss orientiert sich in der Regel an den Gesamtkosten. Davon wird ein Teil übernommen. Den anderen Teil musst du selbst tragen. Hinzu kommt, dass Zuschüsse oft erst im Nachgang ausgezahlt werden. Das bedeutet, dass du zuerst die Kosten vorschießen musst und das Geld später – manchmal viel später – teilweise zurückbekommst. Dein Projekt sollte also gut geplant sein und du musst deine Liquidität im Griff behalten.

Die Förderlandschaft hält noch einige andere Förderinstrumente für Gründer und Unternehmer bereit. So gibt es Mikrokredite und Gründungskredite, Bürgschaften und Risikokapital aus EU-Fonds. Und es geht noch weiter: Hast du schon einmal daran gedacht, an einem Gründungswettbewerb teilzunehmen oder dich in einem innovativen Projekt um eine hübsche Summe Geld zu bemühen?

Manchmal besteht der Gewinn eines Wettbewerbs auch darin, dass du in Kontakt zu großen global operierenden Unternehmen kommst, die dir später wertvolle Unterstützung bieten können. Gelingt es dir, einen Wettbewerb zu gewinnen, der dich mit Investoren und möglichen Mentoren zusammenbringt, profitierst du von deren Netzwerk. Alleine die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb wird dich weiter nach vorne bringen: Kontakte sind im Geschäftsleben unbezahlbar und sorgen dafür, dass dein Business schneller wächst und du erfolgreicher wirst.

Gründen, wachsen und finanzieren gehen Hand in Hand

Gründen ist spannend, finanzieren gar nicht so schwer und Zuschüsse und Fördermittel zu beantragen ist inzwischen an der Tagesordnung. Wir zeigen dir, wie du dir den Weg in die Selbstständigkeit ebnen kannst.


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