Forschungsfoerderung NRW: Zeit für Spitzenforschung

Forschungsfoerderung NRW: Zeit für Spitzenforschung

Die Themen der Zukunft sind vielfältig: Mobilität, Arbeitswelt im Wandel und effiziente Nutzung von knappen Ressourcen. Doch das ist noch nicht alles,  weitere Themen sind Sicherheit im Internet oder die immer älter werdende Gesellschaft. Um zentrale Fragen wie diese lösen zu können, fördert NRW daher Fachhochschulen der Region. Dazu nutzt das Land das Programm „FH Zeit für Forschung“. Zu den 20 Gewinnern zählen unter anderem Hochschulen in Düsseldorf, Bochum, Münster, Dortmund, Gelsenkirchen, Lemgo. Aus insgesamt 62 Anträgen wurden diese als besonders vielversprechend eingestuft und ausgewählt. Die Projekte haben eines gemeinsam: Sie beschäftigen sich mit drängenden Fragen der Zukunft. Bis zum Jahre 2020 soll das Programm insgesamt bis zu sechs Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Wofür verwenden FHs die gewonnene Zeit?

Im Vergleich zu forschenden Unternehmen haben Fachhochschulen einen anderen Blickwinkel auf Themen. Auch NRW und Deutschland fördern kleine und mittelgroße Unternehmen im Bereich Technologie und Innovation. Darüber haben wir im Blog bereits berichtet. Es gibt jedoch einige Unterschiede in den Forschungsansätzen. Zum Beispiel wird Hochschulen nachgesagt, dass sie praxisfern arbeiten und aus diesem Grund gibt es das Förderprogramm für Hochschulen. Alle aufgenommenen Projekte sollen die Anwendungspraxis und Forschung der Hochschulen fördern. 

Technische Fachhochschule (TH) Köln

Die TH in Köln schaffte es mit drei Projekten ins Förderprogramm. Ab Mitte dieses Jahres wird dort zu Wassermanagement, Anti-Tumor-Wirkstoffen und Trinkwassersicherheit geforscht. Damit ist die TH die erfolgreichste Hochschule in NRW, denn keine andere schaffte es, sich mit gleich drei Projekten gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Rissiger trockener Boden
Lebenselixier Wasser: Wie können Dürreperioden in Zukunft besser bewältig werden?

So sehen die Kölner Projekte im Detail aus:

  • Wassermanagement: Prof. Dr. Lars Ribbe beschäftigte sich in seiner Arbeit besonders mit den Bereichen Tropen und Subtropen. Sein Projekt soll Wasserknappheit besser vorhersagbar machen. In zwei afrikanischen Regionen ist er aus diesem Grund zusammen mit lokalen Institutionen aktiv. So können zukünftig bessere Entscheidungen zur Nutzung der lebenswichtigen Ressource Wasser getroffen werden. Das rettet womöglich langfristig viele Menschen vor dem Verdursten. Es beugt Dürreperioden vor, die immer extremer ausfallen.
  • Therapie gegen Tumor: Prof. Dr. Nicole Teusch forscht in einem 3D Projekt zu Tumoren. Im Dreidimensionalen wurde die Wirksamkeit von Medikamenten an Tumorzellen bislang nicht getestet. Die neue Technologie kann Tierversuche ersetzen, Vohersagen können besser getroffen werden.
  • Sicherheit von Trinkwasser: IProf. Dr. Thomas Bartz-Beielstein arbeitet an einer neuen Art der Überwachung und Analyse von Trinkwasser. Insbesondere mit Hinblick auf extreme Wetterlagen, die zukünftig häufiger auftreten werden, muss die Hygiene des Wassers sichergestellt werden. Gleiches gilt für den Fall von Terroranschlägen oder Umweltkatastrophen.

Wie sieht die Förderung aus?

„FH Zeit für Forschung“ fördert die Projekte mit rund 300.000 Euro über drei Jahre hinweg. Zusätzlich dazu schenkt NRW den Professorinnen und Professoren die Zeit, ihrer Forschung nachgehen zu können. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu anderen Förderprogrammen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung reicht über vergleichbare Programme weitere Fördergelder aus. So werden zum Beispiel lokale Projekte oder Projekte in Entwicklungsländern unterstützt. Förderungen erhalten auch Forschungsvorhaben, die sich mit einem intelligenten Stromnetz oder der Verbesserung von Medikamenten beschäftigen. Die Ansätze sind vielfältig und NRW trägt seinen Teil dazu bei.

Bilder:
Bild 1 und 2: pixabay.com © Pexels (CC0 Public Domain)

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar