Förderung für Start-ups

Förderung für Start-ups

Start-ups gehören inzwischen fest in die Gründerlandschaft. Neue, kreative Unternehmen, oft gegründet von jungen Menschen, die in der Welt etwas verändern wollen: von nachhaltigen Verpackungsideen bis hin zu Fast Food Trends im Laden um die Ecke. Für ein eigenes Start-up setzen Gründer oft viel Eigenkapital ein. Sie befürchten, dass ihr Traum sonst nur ein Traum bleibt. Nur wenige Start-ups nutzen öffentliche Fördermittel, obwohl es diese für fast alle Bereiche gibt. Der folgende Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten der Förderung für Start-ups. Der Bürokratie-Dschungel in Deutschland sollte kein Hindernis für potentielle Unternehmertalente darstellen.

Das Eigenkapital reicht nur jedem zehnten Gründer

Die Idee und das ausgereifte Geschäftskonzept stehen an erster Stelle eines Start-ups. Doch sind diese erst einmal in trockenen Tüchern, geht es um das nötige Kapital. Das Eigenkapital reicht nur jedem zehnten Gründer, denn über die Hälfte aller Start-ups benötigen ein Kapital von 50.000€ und mehr. Viel Geld, dass nicht jeder zur Verfügung hat oder beschaffen kann. Daher nutzen Gründer gelegentlich die finanzielle Unterstützung von Venture Capitals und Business Angels. Ein Problem ist jedoch die Dauer. Mehr als sechs Monate zieht es sich oft hin, bis die Unterstützung ankommt. Außerdem beschreiben Gründer das Vorgehen als nervig und schwierig. Diese Zeit und Energie können Start-ups sinnvoller nutzen. Öffentliche Fördermittel werden häufig nicht ausgeschöpft, obwohl es auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene unterschiedliche Möglichkeiten gibt, die Start-ups nach vorne bringen.

Eine Person hält ein Schild mit Zeichnungen rund um das Thema Innovation.
Nach der Idee und des Businessplans steht häufig die Frage nach einer Förderung für Start-ups.

Möglichkeiten der Förderung für Start-ups

Folgende Standardprogramme sind für Neugründungen unter anderem interessant:

Zuschuss der Agentur für Arbeit:

  • Arbeitslose, einzelne Gründer benötigen einen Startschuss in die Selbstständigkeit. Ein erfolgreicher Antrag bewilligt einen sechsmonatigen Zuschuss in Höhe des bezogenen Arbeitslosengeldes sowie 300 Euro für die Sozialversicherung.

ERP Gründerkredit Startgeld oder Universell

  • Der Kredit der KfW dient als Startgeld für Einzelgründer sowie kleinen Unternehmen. Der universelle Gründerkredit unterstützt Gründer mit einem Bedarf von mehr als 100.000 Euro.

BMWI EXIST

  • Die Förderung von Exist richtet sich an Start-ups, die aus einer Hochschule oder einer Forschungseinrichtung heraus gegründet werden. Das Programm ist ein Gründerstipendium. Das Fördermittel dient als Zuschuss. Bis zu 100 Prozent der benötigten Ausgaben sind damit abgedeckt.

KFW Gründercoaching

  • Dieses Programm der KfW unterstützt Start-ups dabei, mit Coachingmaßnahmen nach vorne zu kommen. Bis zu 75 Prozent der Ausgaben für Beratungen sind sichergestellt.

ERP Beteiligungsprogramm oder Innovationsprogramm

  • Das Beteiligungsprogramm ist kein Startkapital, sondern erhöht die Eigenkapitalbasis und stärkt insgesamt die Finanzstruktur. Das Innovationsprogramm hingegen unterstützt, wie der Name bereits sagt, Forschung und Entwicklung. Dieses Programm fungiert als klassisches Darlehen für die Gründer.

Wer keines dieser oder andere Programme ansprechend oderpassend findet, kann ebenso einen Kredit bei einer Bank erhalten. Zwar ist dies in der Vergangenheit meist nicht einfach gewesen, momentan findet allerdings ein Umdenken der Institute ab. Sprach man früher noch von geringem Profit, sehen Banken heute das große Potential in Start-ups. Der Wandel ist spürbar, auch im Tagesgeschäft. Allerdings sind Banken in Großstädten deutlich mutiger, als kleine Filialen in ländlichen Gegenden. Tipp: Durchdenken Sie die Standortfrage, wenn sie sich um Geld bemühen und bleiben Sie offen für Alternativen. Das erhöht Ihre Chancen.

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