Förderung für den Einbruchschutz

Förderung für den Einbruchschutz

Die Einbrüche in Deutschland werden immer häufiger. Sich dagegen zu schützen, ist teuer und mit einem enormen Aufwand verbunden. Als Mieter und Eigentümer können Sie sich daher finanzielle Unterstützung bei der KfW holen. Seit einigen Monaten gibt es Zuschüsse für diverse kleine Sicherungsmaßnahmen. Bereits im Jahr 2016 unterstützte die KfW über 40.000 Maßnahmen für den Einbruchschutz. Die Fördermittel waren schnell aufgebraucht. Durch die Förderung wurden 50.000 Wohnungen und Häuser sicherer gemacht. Die Mittel für den Umbau des Eigenheims oder des Wohnraumes sind daher für das Jahr 2017 auf 75 Mio. Euro erhöht worden.

In folgendem Beitrag lesen Sie, was genau sich geändert hat und wie Sie davon profitieren können.

Die Zuschussgrenze der Förderung ist gesunken

Die Mindestinvestitionssumme für den Zuschauss lag in den vergangenen Jahren bei 2.000 Euro. Seit April 2017 liegt diese nun bei 500 Euro. Somit sind auch Zuschüsse für kleine Sicherungsmaßnahmen möglich. Die umfassen hauptsächlich Türen. Denn die schützen Wohnungen und Häuser vor Einbrüchen. Mieter und Eigentümer nutzen zudem das Programm, um sich die Kosten für die Fenstersicherung bezuschussen zu lassen.

Tür mit Türkette
Bereits kleine Sicherungsmaßnahmen für den Einbruchschutz werden von der KfW bezuschusst

Förderanträge für den Einbruchschutz sind online verfügbar

Bei der KfW kann der Antrag auf Förderung seit Ende 2016 online eingereicht werden. Dies ermöglicht insbesondere schnelle Zusagen zur Förderung. Bezuschusst werden 10% der Investitionen in die Sicherungsmaßnahmen. Bei einer Mindestinvestitionssumme von 500 € erhalten Antragsteller 50 Euro. Der höchstmögliche Zuschuss liegt bei 1.500 Euro. Ein zusätzlicher Antrag für eine Barrierereduzierung kann einen weiteren Zuschuss begründen. Der liegt zwischen 200 Euro und 6.250 Euro. Sowohl Materialkosten als auch die Leistung der Handwerker sind dabei die Bemessungsgrundlage für die Förderung.

Voraussetzung für die Zusage zu einer Förderung ist, dass der Antrag vor der Umsetzung bei der KfW eingeht.

Der Zuschuss richtet sich an Privatpersonen

Der Zuschuss zum Einbruchschutz, der Barrierereduzierung oder von Umbaumaßnahmen gilt für Privatpersonen.

Dazu zählen

  • die Mieter eines Hauses oder einer Wohnung,
  • Hauseigentümer (Ein- oder Zweifamilienhaus mit maximal zwei Einheiten),
  • die Eigentümer einer Wohnung,
  • eine Eigentümerschaft einer Wohnung und
  • die Erwerber eines sanierten Hauses (Ein- oder Zweifamilienhaus) oder einer Wohnung.

Einbruchschutz-Maßnahmen gegen Einbrecher

Wer Sicherungsmaßnahmen an seiner Wohnung vornehmen möchte, sollten den Fokus auf die mechanische Sicherung legen. Grund hierfür ist, dass viele Einbrüche durch diese Art von Einbruchschutz verhindert werden. Die Einbrecher geben häufig auf, wenn sie nicht schnell genug in eine Wohnung hineinkommen.

Fenster mit Gitter als Einbruchschutz
Gitter vor den Fenstern erhöhen die Sicherheit in den eigenen Wohnräumen

Maßnahmen, die gegen Einbrecher helfen, sind:

  • Die Überprüfung von Besuchern durch Spione, Gegensprechanlagen oder Kameras

Viele Sicherungsmaßnahmen an Häusern oder Wohnungen sind nicht ausreichend. Denn häufig lassen Sie selbst einen ungebetenen Gast herein. Um dies zu vermeiden, helfen Türspione oder Gegensprechanlagen. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, nutzt Videokameras im Eingangsbereich.

  • Einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren

Die Schwachstellen einer Tür sind die Verglasungen oder das Türblatt. Die sind bei der verbesserten Tür verstärkt, sodass die Einbrecher länger und heftiger arbeiten müssen, um einzudringen. Das heißt im Endeffekt, es vergeht mehr Zeit. Die Möglichkeit, unangekündigte Eindringlinge zu entdecken, ist größer. Eingebaute Sperrbügel unterstützen diese Wirkung. Beim Ausstausch einer Tür ist vor allem die Art des Schlosses zu beachten. Qualitätssiegel und Widerstandsklassen dienen dabei als Orientierungshilfe.

  • Verstärkte Fenster und Fenstertüren

Der Einbau von einbruchhemmenden Fenstern ist insbesondere für das Erdgeschoss zu empfehlen. Das Anbringen von Rollläden oder Gitter dient ebenfalls dem Einbruchschutz. Auch bei den verstärkten Fenstern gelten verschiedene Widerstandklassen. Der Fachhandel berät hierzu.

  • Alarmanlage und Beleuchtung

Diese Art von Sicherungsmaßnahmen ergänzt die mechanischen Einrichtungen. Sie verhindert jedoch keine Einbrüche. Das Installieren von Alarmanlagen und Beleuchtungen rund um die Immobilie erschwert es Einbrechern, unbemerkt einzudringen. Denn optische oder akkustische Warnsignale lenken die Aufmerksamkeit auf den unangekündigten Besuch. Das wirkt abschreckend.

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