Bafög: Zuschuss für Studium und Ausbildung

Bafög: Zuschuss für Studium und Ausbildung

Bildung ohne Zuschuss ist auch heute noch nicht für jeden bezahlbar, obwohl frei zugänglich. Wer zum Beispiel ein Hochschulstudium in NRW machen möchte, muss mindestens drei Jahre lang halbjährlichen einen Semesterbeitrag zahlen. Dies Leistungen beinhalten zwar die Studienkosten, Verwaltungsgebühren und gewährleisten oft auch das Nutzen der Öffentlichen Verkehrsmittel. Materialien für das Studium, Essen, Kleidung, Miete und vieles mehr sind damit aber nicht abgedeckt. Viele Studierende, die nicht mehr zu Hause wohnen und keine oder nur wenig Unterstützung von den Eltern erhalten können, nutzen daher die Möglichkeit, Bafög zu beziehen. Der damit verbundene Aufwand und die Tatsache, dass ein Teil des Zuschusses wieder zurück gezahlt werden muss, hindern jedoch einige Studierende daran , zum Bafög-Amt zu gehen.

Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen die wichtigsten Informationen über Bafög aufzählen und auf die Frage eingehen, ob sich der Antrag für eine Unterstützung lohnt.

Anspruch auf Bafög-Zuschuss

Wer Bafög beantragen möchte, muss entweder die deutsche Staatangehörigkeit besitzen oder einen aufenthaltsrechtlichen Grund haben. Anspruch auf Zuschuss haben Studierende, die nicht anderweitig unterstützt werden, den Lebensunterhalt sowie die Ausbildung zu bezahlen. Die Art der Ausbildung ist für einen Zuschuss nicht relevant. Allerdings sollten Antragsteller beachten, dass nur eine Förderung für die Erstausbildung möglich ist.

Mit dem Antrag auf Bafög beschäftigt sich das Studierendenwerk der jeweiligen Hochschule. Auszubildende und Schüler wenden sich an das Amt für Ausbildungsförderung. Eine Altersgrenze ist bei einer Ausbildung auf 30 und bei einem Masterstudium auf 35 Jahre festgelegt. Damit alles schnell und reibungslos läuft, ist es wichtig, sich rechtzeitig um den Zuschuss zu kümmern. Allerdings sind vor Antragstellung die Unterlagen unbedingt auf Vollständigkeit prüfen. Gerne vergessen wird die Immaktrikulationsbescheinigung bzw. eine Bescheinigung über die Ausbildung.

Folgende Unterlagen sind notwendig:

  • Formblatt 1 (mit den Angaben zu persönlichen Daten, EInkommen und Vermögen)
  • Anlage 1 zu Formblatt 1 (wichtig beim Erstantrag, mit lückenklosen Angaben zu bisherigen Werdegang)
  • Formblatt 2 (Immatrikulationsbescheinigung nach §9 BAföG
  • Formblatt 3 (Einkommenserklärung der Eltern, immer getrennt ausfüllen mit Belegen)
  • Formblatt 5 (Leistungsnachweis, in der Regel nach dem vierten Fachsemester)

Weitere Unterlagen sind je nach Bedarf einzureichen.

Der Bafög-Höchstsatz liegt bei 735 Euro im Monat

Erst im Herbst 2016 einigte sich das Bundesbildungsministerium auf eine neue Höchstgrenze für den Zuschuss. Seit der Einführung 1971 wurde nie festgestellt, wie viel Geld Studierende pro Monat wirklich brauchen. Nach einer Studie steht dies nun fest: Im Schnitt benötigen Deutsche in der Ausbildung zwischen 920 und 950 Euro im Monat. Dies umfasst neben Essen und Miete, alle täglichen Ausgaben für die Lebensführung. Dieser Betrag gilt jedoch nicht für jeden Studierenden in ganz Deutschland, da sich die Mieten in den Hochschulstädten deutlich unterscheiden. Wer letztendlich wie viel Zuschuss bekommt, darüber entscheidet das Bafög-Amt. Dies ist abhängig vom Einkommen und Vermögen der Eltern des Antragstellers.

Tasse neben Büchern in einem Korb - Zuschuss Bafoeg
Die Kosten für den Lebensunterhalt sowie das Studium können sich viele ohne Zuschuss nicht leisten

Die Last der Rückzahlung

Die Anzahl der Studierenden, die Bafög beantragen, sinkt in den letzten Jahren. Viele haben Respekt vor der Rückzahlung des Zuschusses. Doch die höhe der Rückzahlung beträgt maximal 10.000 Euro. Diese Summe müssen Geförderte erst fünf Jahre nach Ende der Auszahlung in kleinen Raten zurückgeben. Es gibt zudem keine Zinsen. Die andere Hälfte der Förderung ist ein geschenkter Zuschuss. Für Studierende , die nicht mehr zu Hause wohnen, ist das Bafög ein Vollzuschuss.

Ebenso ist der hohe Zeitaufwand für viele ein Grund, kein Bafög zu beantragen. Ein Erstantrag ist sehr zeitintensiv, weshalb viele Studierende genervt aufgeben.

Der Zuschuss zur Ausbildung lohnt sich

Trotz Rückzahlung und Zeitaufwand lohnt es sich, den Zuschuss zu beantragen. Keiner muss Angst haben, den Beitrag nicht mehr zurückzahlen zu können. Im Gegenteil: Der Mehraufwand stärkt nicht nur das Einkommen. Sie können mit ein wenig Unterstützung bei der Ausbildung das Lernen, was Ihnen wirklich Spaß macht.

 

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